Allgemeine Geschäftsbedingungen
Atlaron GmbH (i.G.) — Stand: April 2026
§ 1 Geltungsbereich und Definitionen
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen der Atlaron GmbH (i.G.), Bonhoefferstr. 26, 73760 Ostfildern (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“) über die Nutzung der Atlaron-Plattform und der darüber bereitgestellten KI-Agenten (nachfolgend gemeinsam „Dienste“).
(2) Die Dienste werden als Software-as-a-Service (SaaS) bereitgestellt. Der Kunde erhält ein zeitlich begrenztes, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den Diensten. Ein Erwerb von Softwarelizenzen findet nicht statt.
(3) Diese AGB gelten sowohl für Unternehmer im Sinne des § 14 BGB als auch für Verbraucher im Sinne des § 13 BGB, sofern nicht einzelne Klauseln ausdrücklich nur für eine der beiden Gruppen gelten.
(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zu.
§ 2 Vertragsschluss und Nutzerkonto
(1) Der Vertragsschluss erfolgt durch die Registrierung des Kunden auf der Atlaron-Plattform und die Bestätigung dieser AGB. Mit der Registrierung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Anbieter nimmt dieses Angebot durch die Freischaltung des Nutzerkontos an.
(2) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese aktuell zu halten.
(3) Der Kunde ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten verantwortlich. Er hat den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn er Kenntnis davon erlangt, dass ein unbefugter Dritter Kenntnis von seinen Zugangsdaten erlangt hat.
§ 3 Leistungsbeschreibung
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden über das Internet Zugang zu KI-Agenten bereit, die verschiedene Aufgaben automatisiert oder teilautomatisiert ausführen (z.B. Dokumentenmanagement, Wissensabfrage, E-Mail-Verwaltung).
(2) Der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach dem vom Kunden gewählten Tarif (Free, Starter, Professional, Business oder Enterprise). Die jeweils aktuelle Leistungsbeschreibung ist auf der Website unter atlaron.eu/preise einsehbar.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Dienste weiterzuentwickeln, zu verbessern und anzupassen, solange die vertraglich vereinbarten Kernfunktionen erhalten bleiben.
(4) Der Anbieter schuldet eine Verfügbarkeit der Plattform von 99,5 % im Jahresmittel, gemessen außerhalb angekündigter Wartungsfenster. Angekündigte Wartungen werden mindestens 48 Stunden im Voraus per E-Mail oder über das Portal kommuniziert.
§ 4 Aktionsbasierte Abrechnung
(1) Die Abrechnung erfolgt aktionsbasiert. Eine „Aktion“ bezeichnet einen abgeschlossenen Verarbeitungsvorgang eines KI-Agenten (z.B. eine Dokumentenklassifizierung, eine Chatanfrage, eine E-Mail-Bearbeitung).
(2) Jeder Tarif enthält ein monatliches Kontingent an Aktionen. Verbrauchte Aktionen werden im Kundenportal in Echtzeit angezeigt.
(3) Nicht verbrauchte Aktionen verfallen am Ende des Abrechnungszeitraums und werden nicht in den Folgemonat übertragen, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart.
(4) Bei Überschreitung des Kontingents wird der Kunde informiert. Weitere Aktionen werden erst nach Upgrade auf einen höheren Tarif oder Zukauf zusätzlicher Aktionen ausgeführt.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf der Website veröffentlichten Preise. Alle Preise verstehen sich als Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern der Kunde Unternehmer ist. Für Verbraucher sind die angegebenen Preise Bruttopreise.
(2) Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich im Voraus, je nach gewähltem Zahlungsintervall. Bei jährlicher Zahlung gewährt der Anbieter einen Rabatt gemäß der aktuellen Preisliste.
(3) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Zugang zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, Preise mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen zum Ende eines Abrechnungszeitraums anzupassen. Der Kunde hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht.
§ 6 Kostenlose Testphase und Free-Tarif
(1) Der Anbieter kann dem Kunden eine kostenlose Testphase (z.B. 14-Tage Reverse Trial) anbieten. Während der Testphase stehen dem Kunden erweiterte Funktionen zur Verfügung. Nach Ablauf der Testphase wird der Account automatisch auf den Free-Tarif zurückgestuft, sofern kein kostenpflichtiger Tarif gewählt wird.
(2) Der Free-Tarif ist unbefristet nutzbar, unterliegt jedoch Einschränkungen hinsichtlich Funktionsumfang und Aktionskontingent.
(3) Ein Anspruch auf dauerhafte Bereitstellung des Free-Tarifs besteht nicht. Der Anbieter kann den Free-Tarif mit einer Frist von 90 Tagen einstellen.
§ 7 Laufzeit und Kündigung
(1) Verträge mit monatlicher Abrechnung können mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats gekündigt werden.
(2) Verträge mit jährlicher Abrechnung haben eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten und verlängern sich automatisch um jeweils 12 Monate, sofern nicht mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der Laufzeit gekündigt wird.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(4) Nach Vertragsende wird der Zugang des Kunden gesperrt. Der Kunde hat die Möglichkeit, seine Daten innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende zu exportieren. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten unwiderruflich gelöscht.
§ 8 Datenschutz und Datensicherheit
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden gemäß den geltenden Datenschutzgesetzen, insbesondere der DSGVO. Näheres regelt die Datenschutzerklärung unter atlaron.eu/datenschutz.
(2) Soweit der Anbieter im Rahmen der Dienste personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.
(3) Alle Daten werden ausschließlich auf Servern innerhalb der Europäischen Union gespeichert und verarbeitet.
(4) Der Atlaron Knowledge Manager (Desktop Client) verarbeitet Dokumenteninhalte ausschließlich lokal auf dem Endgerät des Kunden. Es findet keine Übertragung von Dokumenteninhalten an Server des Anbieters statt.
§ 9 Nutzungsrechte und geistiges Eigentum
(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der Dienste im Rahmen dieser AGB ein.
(2) Alle Rechte an der Software, den Algorithmen, Modellen, der Dokumentation und allen sonstigen Materialien verbleiben beim Anbieter.
(3) Der Kunde darf die Dienste nicht dekompilieren, zurückentwickeln, kopieren oder Dritten zur Nutzung überlassen, sofern nicht gesetzlich ausdrücklich erlaubt.
(4) An den vom Kunden eingegebenen oder hochgeladenen Inhalten behält der Kunde sämtliche Rechte. Der Anbieter erhält nur die zur Erbringung der Dienste notwendigen Nutzungsrechte. Kundendaten werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet.
§ 10 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung beruhen, sowie für Schäden, die von der Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz umfasst werden.
(2) Für sonstige Schäden haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Die Haftung für mittelbare Schäden, insbesondere entgangenen Gewinn, ist — soweit gesetzlich zulässig — ausgeschlossen.
(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 11 Höhere Gewalt
Der Anbieter haftet nicht für Leistungsstörungen, die auf höherer Gewalt beruhen (z.B. Naturkatastrophen, Pandemien, Krieg, behördliche Anordnungen, Ausfälle von Telekommunikationsnetzen oder Energieversorgung). Dies gilt auch für Streiks, Aussperrungen oder vergleichbare Umstände, soweit sie unvorhersehbar, schwerwiegend und unverschuldet sind.
§ 12 Änderungen der AGB
(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen zu ändern. Die Änderungen werden dem Kunden per E-Mail mitgeteilt.
(2) Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Anbieter wird den Kunden in der Änderungsmitteilung auf die Bedeutung der 30-Tage-Frist, das Widerspruchsrecht und die Rechtsfolgen des Schweigens hinweisen.
(3) Widerspricht der Kunde den Änderungen, steht beiden Parteien ein Sonderkündigungsrecht zu.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Stuttgart.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.